Der Tag der Oberlausitz erinnert jedes Jahr am 21. August an ein Ereignis, das die Region bis heute prägt: die Gründung des Oberlausitzer Sechsstädtebundes im Jahr 1346. Damals schlossen sich Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban, Löbau und Zittau zu einem Bündnis zusammen, um den Landfrieden zu sichern. Seit 2014 feiern Menschen in der gesamten Oberlausitz diesen Tag mit Veranstaltungen, Konzerten und kulturellen Angeboten.
Was ist der Tag der Oberlausitz?
Der Tag der Oberlausitz ist ein regionaler Aktionstag, der das kulturelle Erbe und die Identität einer der vielfältigsten Regionen Deutschlands feiert. Die Initiative geht auf das Kuratorium Einige Oberlausitz e. V. und das Bürgerforum Oberlausitz zurück. Im Juni 2013 bestätigten die Landräte der Landkreise Görlitz und Bautzen den 21. August offiziell als Aktionstag. Seitdem gestalten Vereine, Gemeinden und Kulturschaffende diesen Tag jährlich gemeinsam – in Deutschland und in angrenzenden polnischen Regionen.
Der Oberlausitzer Sechsstädtebund – der historische Ursprung
Das Datum des Aktionstags hat einen konkreten historischen Hintergrund. An diesem Tag im Jahr 1346 gründeten sechs Städte den Oberlausitzer Sechsstädtebund: Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban (heute in Polen), Löbau und Zittau. Ziel des Bundes war es, den Landfrieden zu sichern und die städtischen Interessen gemeinsam zu vertreten. Dieser Zusammenschluss war für die Oberlausitz historisch wegweisend. Noch heute erinnert der Tag der Oberlausitz an dieses bedeutende Gründungsdatum.
Die Oberlausitz – Natur, Kultur und sorbisches Erbe
Die Oberlausitz liegt im Osten Deutschlands und erstreckt sich über die Bundesländer Sachsen und Brandenburg sowie über Teile des polnischen Grenzgebiets. Die Region begeistert mit einer einzigartigen Mischung aus Natur, Geschichte und Kulturen. Besonders prägend ist das sorbische Erbe: Die Sorben sind ein slawisches Volk, das in der Oberlausitz seit Jahrhunderten eine lebendige Sprach- und Traditionswelt bewahrt. Dazu kommen mittelalterliche Stadtbilder, Schlösser, Klöster und Museen, die von der reichen Geschichte dieser Landschaft zeugen.
Veranstaltungen rund um den 21. August
Der Aktionstag beschränkt sich nicht auf einen einzigen Tag. Rund um den 21. August findet jedes Jahr ein mehrwöchiges Festprogramm statt – üblicherweise von Mitte bis Ende August. Dabei zeigen Heimatvereine, Chöre, Volkskunstgruppen und Kommunen die Vielfalt der Region. Typische Programmpunkte sind:
- Historische Stadtführungen und Museumsveranstaltungen
- Konzerte, Mundartlesungen und heimatliche Feste
- Das Preisausschreiben „Wer kennt die Oberlausitz?“
- Die Bekanntgabe des Oberlausitzer Wortes des Jahres
- Das Hissen der Fahne der Oberlausitz in Dörfern und Städten
Diese Vielfalt macht den Tag der Oberlausitz zu einem lebendigen Fest für Jung und Alt.
Warum der Tag der Oberlausitz wichtig ist
Der Aktionstag stärkt das Bewusstsein für eine Region, die kulturell, sprachlich und historisch besonders vielschichtig ist. Er bringt Einheimische und Gäste zusammen. Außerdem schafft er eine Plattform für ehrenamtliches Engagement und regionale Identität. Wer die Oberlausitz noch nicht kennt, findet im Tag der Oberlausitz einen idealen Einstieg, um Geschichte und Lebensart einer einzigartigen deutschen Landschaft zu entdecken.