Tag des Toilettenpapiers – kaum ein Alltagsgegenstand ist so selbstverständlich und gleichzeitig so unverzichtbar wie die Klorolle. Dieser Aktionstag am 26. August erinnert daran, welche Rolle Toilettenpapier in unserem täglichen Leben spielt. Dabei steckt hinter dem unscheinbaren Hygieneartikel eine erstaunlich lange Geschichte.
Was steckt hinter dem Tag des Toilettenpapiers?
Jährlich am 26. August steht der Tag des Toilettenpapiers im Kalender. Er kommt ursprünglich aus den USA, wo er als „National Toilet Paper Day“ bekannt ist. Wann genau dieser Aktionstag entstand, ist nicht eindeutig belegt. Erste Suchanfragen zum Begriff tauchen laut Google Trends ab August 2007 auf. Manche Quellen nennen den 26. August 1871 als Datum des ersten Klorollenverkaufs in den USA – diese Angabe ist jedoch historisch nicht gesichert. Deshalb gilt: Gründungsjahr und Initiator des Aktionstags sind offiziell unbekannt.
Das Ziel des Tages ist dennoch klar. Er soll auf die Nützlichkeit und Unentbehrlichkeit dieses Hygieneprodukts aufmerksam machen. Denn erst wenn die Rolle leer ist, merken die meisten Menschen, wie wichtig Toilettenpapier wirklich ist.
Eine kurze Geschichte des Klopapiers
Die Geschichte des Toilettenpapiers beginnt überraschend früh. Im China des 6. Jahrhunderts finden sich erste schriftliche Erwähnungen von Papier als Hygienemittel. Ab dem 14. Jahrhundert produzierte China dann Toilettenpapier in großem Maßstab. Der kaiserliche Hof soll sogar besonders weiches und parfümiertes Papier bevorzugt haben.
In westlichen Ländern dauerte es erheblich länger. Mitte des 19. Jahrhunderts kannten US-Amerikaner bereits industriell gefertigtes Toilettenpapier in Blattform. Die Scott Paper Company brachte 1890 erstmals Papier auf Rollen heraus. In Deutschland begann die Großproduktion um 1880. Hans Klenk gründete 1928 in Ludwigsburg die erste deutsche Toilettenpapierfabrik und brachte Klopapier mit garantiert 1.000 Abrissen auf den Markt. Jede Rolle bestand damals aus rauem Krepppapier. Erst 1958 verbreitete sich das weichere Tissue-Papier – zunächst aus Amerika kommend.
Interessante Fakten rund ums Toilettenpapier
Toilettenpapier ist nicht gleich Toilettenpapier. Dabei gibt es überraschend viele Unterschiede:
- Deutsche verbrauchen laut Industrieverband für Körperpflege und Waschmittel etwa 46 Rollen pro Jahr.
- In Deutschland bevorzugen die meisten dreilagiges Klopapier – international dominiert das zweilagige.
- Laut einer Umfrage falten rund 67 Prozent der Deutschen ihr Toilettenpapier, bevor sie es nutzen. Der Rest knüllt oder wickelt.
- Modernes Toilettenpapier besteht aus bis zu fünf Lagen; Perforationen erleichtern das saubere Abreißen.
- Bedrucktes oder gefärbtes Klopapier findet oft als Werbe- oder Scherzartikel Verwendung.
Klopapier und Umwelt – was du wissen solltest
Toilettenpapier besteht traditionell aus Zellstoff, den Hersteller aus Holz gewinnen. Daher lohnt sich ein Blick auf Recyclingpapier oder FSC-zertifizierte Produkte. Diese schonen Ressourcen und sind genauso alltagstauglich.
Zudem sollte man bei feuchtem Toilettenpapier vorsichtig sein: Hersteller bewerben es oft als „spülbar“, doch es verstopft Rohrleitungen und Kläranlagen. Die reißfesten Fasern zerfallen im Wasser nämlich nicht wie normales Toilettenpapier. Daher gehört feuchtes Toilettenpapier in den Restmüll – nicht in die Toilette.
Der Tag des Toilettenpapiers ist also mehr als ein kurioses Datum im Kalender. Er lädt ein, über einen Alltagsgegenstand nachzudenken, den wir sonst kaum beachten – und dabei vielleicht bewusster zu konsumieren.