22. August – Tag der Fische

Der Tag der Fische am 22. August lenkt jedes Jahr den Blick auf die faszinierende und gleichzeitig bedrohte Welt der Wasserbewohner. Seit 2007 nutzen Umweltorganisationen, Angelverbände und Naturschutzgruppen diesen Aktionstag, um auf Überfischung, Lebensraumverlust und bedrohte Fischarten aufmerksam zu machen. Wer sich für saubere Gewässer und eine nachhaltige Fischerei einsetzt, findet hier den richtigen Anlass.

Was ist der Tag der Fische?

Der Tag der Fische ist ein inoffizieller Aktionstag, der seit 2007 jährlich am 22. August begangen wird. Seine genaue Herkunft ist bis heute nicht vollständig geklärt. Vermutlich entstand er durch einen privaten Eintrag in einer Wikipedia-Liste weltweiter Gedenktage. Trotz dieses bescheidenen Anfangs entwickelte sich der Tag schnell zum Selbstläufer. Umweltschutzorganisationen, Tierschutzverbände und Angelvereine griffen das Datum auf und füllten es mit konkreten Aktionen und Aufklärungskampagnen.

Warum braucht es einen Tag der Fische?

Fische gehören zu den artenreichsten Wirbeltiergruppen der Erde. Derzeit kennt die Wissenschaft rund 32.500 Fischarten – von der nur 8 Millimeter kleinen Zwergbärbling-Art Paedocypris progenetica bis zum bis zu 14 Meter langen Walhai. Doch viele dieser Arten stehen unter enormem Druck:

  • Überfischung: Forscher stellten fest, dass bereits im Jahr 2013 rund 31 Prozent der weltweiten Meeresfischbestände überfischt waren. Nur noch etwa 10 Prozent galten als nicht überfischt.
  • Plastikverschmutzung: Wissenschaftliche Studien warnen, dass im Jahr 2050 mehr Plastik als Fisch in den Weltmeeren schwimmen könnte.
  • Lebensraumzerstörung: Riesige Schleppnetze, Flussverbauungen und Schadstoffeinträge reduzieren die Bestände vieler Arten dramatisch.
  • Klimawandel: Steigende Wassertemperaturen und Ozeanversauerung gefährden Ökosysteme, auf die Fische angewiesen sind.

Der Tag der Fische macht auf genau diese Probleme aufmerksam und ruft zu einem bewussteren Umgang mit Fischen und ihren Lebensräumen auf.

Fische in der Ernährung – was empfiehlt die Wissenschaft?

Fisch liefert wertvolle Nährstoffe: Omega-3-Fettsäuren, Jod, Selen und wichtige Vitamine machen ihn zu einem wichtigen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt zwei Fischmahlzeiten pro Woche, davon mindestens eine mit fettem Fisch wie Lachs oder Makrele. Dabei lohnt sich ein Blick auf das Zertifizierungssiegel: MSC-zertifizierter Fisch stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Beständen und schont die Meeresressourcen für kommende Generationen.

Fisch des Jahres – ein Spotlight auf bedrohte Arten

Seit 1984 kürt der Deutsche Angelfischereiverband jährlich einen Fisch des Jahres. Damit rücken besonders gefährdete oder ökologisch bedeutsame Arten ins öffentliche Bewusstsein. In Österreich gibt es diese Tradition sogar seit 2002. Der Tag der Fische und der Fisch des Jahres ergänzen sich dabei ideal: Gemeinsam lenken sie den Fokus auf konkrete Schutzmaßnahmen und sensibilisieren die Öffentlichkeit nachhaltig.

Was kann man am Tag der Fische tun?

Der Aktionstag bietet verschiedene Möglichkeiten, aktiv zu werden:

  • Beim lokalen Angelverein oder einer Umweltschutzorganisation mitmachen
  • Gezielt nachhaltig zertifizierten Fisch kaufen und Überfischung nicht unterstützen
  • In Aquarien oder bei Führungen mehr über bedrohte Fischarten lernen
  • Plastikkonsum reduzieren, um die Meere zu entlasten
  • Kinder spielerisch für das Thema Gewässerschutz begeistern

Ob als stiller Beobachter der Unterwasserwelt oder als aktiver Umweltschützer – der Tag der Fische gibt jedem die Gelegenheit, einen Beitrag zum Schutz dieser faszinierenden Lebewesen zu leisten.

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