20. August – Welt-Pferdetag

Welt-Pferdetag – kaum ein Tier hat die Geschichte der Menschheit so tief geprägt wie das Pferd. Seit rund 6.000 Jahren leben Mensch und Pferd Seite an Seite. Daher ist es nur folgerichtig, ihnen einen eigenen Aktionstag zu widmen: den Welt-Pferdetag am 20. August.

Was ist der Welt-Pferdetag?

Der Welt-Pferdetag erinnert jedes Jahr daran, welch zentrale Rolle Pferde in Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft spielen. Weltweit nutzen Menschen diesen Tag, um auf das Wohlergehen von Pferden aufmerksam zu machen. Gleichzeitig finden Veranstaltungen in Reitställen, Gestüten und Vereinen statt. So verbinden sich Feier und Bewusstsein auf einzigartige Weise.

Darüber hinaus hat die UN-Generalversammlung im Juni 2025 mit Resolution 79/291 den 11. Juli offiziell zum internationalen „World Horse Day“ ausgerufen. Initiiert wurde dieser Beschluss vom mongolischen Präsidenten Khurelsukh Ukhnaa. Mongolien zählt mit rund 3,4 Millionen Pferden zu den pferdereichsten Ländern der Welt. Der 20. August wird ergänzend von Pferde-Organisationen und Fans weltweit begangen.

Welt-Pferdetag: Die Bedeutung des Pferdes für den Menschen

Pferde haben die Zivilisation des Menschen buchstäblich vorangetrieben. Ohne sie wären Handel, Kriegsführung und Landwirtschaft über Jahrtausende hinweg nicht denkbar gewesen. Laut Schätzungen der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO leben heute rund 60 Millionen Pferde weltweit. Hinzu kommen Millionen Esel und Maultiere.

Auch heute noch leisten Arbeitspferde in vielen Teilen der Welt unverzichtbare Dienste. Gemeinsam mit Eseln und Maultieren sichern etwa 112 Millionen Arbeitstiere laut FAO und Weltorganisation für Tiergesundheit die Lebensgrundlage von rund 600 Millionen Menschen in einkommensschwachen Ländern. Sie transportieren Wasser, bringen Erntegut auf Märkte und unterstützen Familien täglich.

Pferde in Sport, Freizeit und Therapie

In Deutschland gelten Pferde als bedeutsames Wirtschafts- und Kulturgut. Rund 1,5 Millionen Pferde und Ponys leben hierzulande. Der Reitsport gehört zu den mitgliederstärksten Sportarten im Land. Außerdem setzen viele therapeutische Einrichtungen auf den Einsatz von Pferden – bekannt als Hippotherapie oder pferdegestützte Psychotherapie.

Pferde reagieren fein auf menschliche Emotionen. Deshalb helfen sie Menschen mit Traumata, Ängsten oder Depressionen besonders wirksam. Zahlreiche Studien belegen positive Effekte der tiergestützten Therapie. So entsteht eine Partnerschaft, die weit über Sport und Freizeitgestaltung hinausgeht.

Welt-Pferdetag: Bedrohungen und Tierschutz

Trotz ihrer Bedeutung stehen Pferde weltweit vor ernsthaften Herausforderungen. Der Klimawandel erhöht den Hitzestress für Arbeit- und Sportpferde. Zudem gefährden Intensivzucht, wirtschaftlicher Druck und Vernachlässigung ihr Wohlergehen. Tierschutzorganisationen schätzen, dass in den USA jährlich mehr als 20.000 Pferde in Schlachthöfe im Ausland transportiert werden.

Auch der Rückgang genetischer Vielfalt durch einseitige Zucht bereitet Experten Sorge. Viele regionale Rassen sind stark gefährdet oder bereits ausgestorben. Deshalb setzen sich Organisationen wie die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) aktiv für den Erhalt seltener Pferderassen ein.

So kannst du den Welt-Pferdetag feiern

Der Welt-Pferdetag bietet viele Möglichkeiten, aktiv zu werden. Hier einige Ideen:

  • Reitanlage besuchen: Nimm an einem Schnupperkurs teil oder erlebe Pferde hautnah auf einem Gestüt.
  • Spende an Tierschutzorganisationen: Unterstütze Vereine, die sich für den Schutz und die Rehabilitation von Pferden einsetzen.
  • Wissen teilen: Informiere Freunde und Familie über die Geschichte und Bedeutung von Pferden.
  • Pferderennen oder Turniere besuchen: Lerne verschiedene Reitsportdisziplinen kennen und erlebe den Sport live.
  • Bücher und Dokumentationen: Tauche in die faszinierende Geschichte der Pferde ein – von der Steppe Zentralasiens bis zur modernen Olympiade.

Faszinierende Fakten über Pferde

  • Pferde schlafen teilweise im Stehen – dank eines speziellen Sehnenhalteapparats.
  • Ihr Sichtfeld beträgt fast 360 Grad, da ihre Augen seitlich am Kopf sitzen.
  • Pferde kommunizieren über Körpersprache, Laute und sogar Gesichtsausdrücke.
  • Das älteste bekannte Pferd, „Old Billy“, soll 62 Jahre alt geworden sein.
  • Przewalski-Pferde sind die einzige Wildpferderasse, deren Vorfahren nie domestiziert wurden.
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