7. Juli – Tag der Schokolade

Tag der Schokolade – kein Genussmittel der Welt hat eine faszinierendere Geschichte, eine größere kulturelle Bedeutung und mehr begeisterte Fans. Der 7. Juli gibt der Schokolade ihren eigenen Ehrentag. Er lädt dazu ein, innezuhalten, eine gute Tafel aufzumachen und tiefer in die Welt des Kakaos einzutauchen – von der Urwaldpflanze bis zur samtigen Praline.

Was ist der Tag der Schokolade?

Der Tag der Schokolade wird jährlich am 7. Juli begangen. International ist er als „World Chocolate Day“ bekannt. Menschen auf der ganzen Welt nutzen diesen Tag, um besondere Schokoladen zu probieren, Süßes zu backen oder Freunde mit selbstgemachten Pralinen zu überraschen. Cafés, Confiserien und Schokoladenmanufakturen nehmen den Aktionstag gerne zum Anlass für Verkostungen und Sonderaktionen.

Die Geschichte der Schokolade

Schokolade hat eine jahrtausendealte Geschichte. Ihren Ursprung hat sie bei den indigenen Völkern Mesoamerikas. Maya und Azteken bereiteten aus Kakaobohnen ein herbes, bitteres Getränk zu – ganz anders als die süße Schokolade, die wir heute kennen. Kakao galt als heilig und war den Göttern und der Oberschicht vorbehalten.

Im 16. Jahrhundert gelangte Kakao nach Europa. Spanische Conquistadoren brachten ihn von ihren Reisen mit. Europäische Hofküchen verfeinerten das Getränk mit Zucker und Gewürzen. Erst im 19. Jahrhundert entstand dann die feste Schokolade in der Form, die wir heute kennen. Der Schweizer Rodolphe Lindt entwickelte 1879 die Conchiermaschine. Dieses Gerät verlieh der Schokolade ihre typisch glatte, cremige Konsistenz.

Schokolade und ihre Vielfalt

Schokolade ist nicht gleich Schokolade. Es gibt eine beeindruckende Vielfalt an Sorten:

  • Dunkle Schokolade enthält einen hohen Kakaoanteil. Sie schmeckt intensiv und leicht bitter.
  • Milchschokolade ist die beliebteste Sorte in Deutschland. Sie ist cremiger und deutlich süßer.
  • Weiße Schokolade enthält keine Kakaomasse. Sie besteht aus Kakaobutter, Zucker und Milchpulver.
  • Ruby-Schokolade ist eine relativ neue Kreation. Sie hat eine natürliche rosa Farbe und einen fruchtigen Geschmack.

Dazu kommen unzählige Variationen mit Nüssen, Früchten, Gewürzen oder Meersalz. Hochwertige Schokolade trägt heute oft Herkunftsangaben – ähnlich wie ein guter Wein.

Wie entsteht Schokolade?

Schokolade entsteht aus den Samen des Kakaobaums. Dieser wächst nur in tropischen Regionen nahe dem Äquator. Nach der Ernte fermentieren die Kakaobohnen mehrere Tage lang. Danach trocknen sie an der Sonne. Hersteller rösten die Bohnen anschließend, um das volle Aroma zu entwickeln. Dann mahlen sie die Bohnen zu einer Masse – der sogenannten Kakaomasse. Durch weiteres Verarbeiten entstehen Kakaobutter und Kakaopulver. Den Abschluss bildet das Conchieren: ein langer Rührprozess, der die Schokolade besonders fein und geschmeidig macht.

Schokolade und Gesundheit

Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil enthält wertvolle Pflanzenstoffe. Sogenannte Flavonoide wirken antioxidativ und können die Herzgesundheit unterstützen. Kakao enthält zudem Magnesium, Eisen und B-Vitamine. Der Stoff Theobromin wirkt leicht anregend und hebt die Stimmung – daher gilt Schokolade als echtes Wohlfühlprodukt.

Trotzdem bleibt Schokolade ein Genussmittel mit hohem Zucker- und Fettgehalt. Maßvoller Konsum ist deshalb sinnvoll.

Den Tag der Schokolade feiern – Ideen für den 7. Juli

Den Tag der Schokolade kann jeder auf seine eigene Art begehen. Hier sind einige Inspirationen:

  • Eine hochwertige Tafel kaufen und sie bewusst und langsam genießen.
  • Selbst Pralinen oder Schokoladentrüffel herstellen.
  • Einen saftigen Brownie oder Fondant au Chocolat backen.
  • Freunde zu einer Schokoladenverkostung einladen und verschiedene Sorten vergleichen.
  • Mehr über faire Kakaoproduktion und nachhaltigen Anbau erfahren.

Fairer Kakao – ein wichtiges Thema

Hinter jeder Tafel Schokolade steckt harte Arbeit. Viele Kakaobauern in Westafrika, Südamerika und Südostasien leben unter schwierigen Bedingungen. Zertifizierungen wie Fairtrade oder Rainforest Alliance sollen die Situation verbessern. Wer beim Einkauf auf solche Siegel achtet, leistet einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zu faireren Lieferketten.

Interessante Fakten zum Tag der Schokolade

  • Deutschland zählt zu den größten Schokoladenproduzenten Europas.
  • Der Kakaobaum trägt den wissenschaftlichen Namen Theobroma cacao – griechisch für „Speise der Götter“.
  • Für eine 100-Gramm-Tafel Schokolade werden rund 400 Kakaobohnen benötigt.
  • Schokolade schmilzt bei etwa 34 Grad Celsius – knapp unter der menschlichen Körpertemperatur.
  • Die Schweiz gilt als eines der schokoladebegeistertsten Länder der Welt, gemessen am Pro-Kopf-Konsum.
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