7. August – Tag des Leuchtturms

Der Tag des Leuchtturms lädt jedes Jahr am 7. August dazu ein, eines der faszinierendsten Bauwerke der Menschheitsgeschichte zu würdigen. Leuchttürme stehen seit Jahrtausenden für Sicherheit und Orientierung auf See – und sie sind bis heute stumme Wächter der Küsten und Symbol maritimer Kultur.

Geschichte des Tages des Leuchtturms

Der Ursprung dieses Aktionstags liegt in den USA. Senator John H. Chafee aus Rhode Island stellte 1988 gemeinsam mit der American Lighthouse Foundation (ALF) einen Antrag im US-Kongress. Ziel war es, den 7. August zum nationalen Leuchtturmtag zu erklären. Der Anlass war das 200-jährige Jubiläum des sogenannten Lighthouse Act, den der erste US-Kongress bereits 1789 unter George Washington verabschiedet hatte. US-Präsident Ronald Reagan unterzeichnete das entsprechende Gesetz am 5. November 1988. Damit fand der Tag des Leuchtturms erstmals 1989 statt – und seitdem jedes Jahr am 7. August.

Was ist eigentlich ein Leuchtturm?

Ein Leuchtturm ist ein Turm, der an einem strategisch wichtigen Küstenpunkt ein Leuchtfeuer trägt. Er warnt Schiffe vor Riffen, Sandbänken und gefährlichen Untiefen. Außerdem hilft er Navigatoren, ihre genaue Position auf See zu bestimmen. Jeder Leuchtturm besitzt eine individuelle Kennung – eine einzigartige Blinkfolge oder ein spezifisches Lichtmuster. Diese Kennungen sind im Leuchtfeuerverzeichnis dokumentiert und weltweit standardisiert.

Eine jahrtausendealte Geschichte

Leuchttürme begleiten die Seefahrt seit der Antike. Der bekannteste frühe Leuchtturm war der Pharos von Alexandria, erbaut um 280 v. Chr. auf einer Insel vor dem ägyptischen Alexandria. Mit einer geschätzten Höhe von 115 bis 160 Metern gehörte er zu den Sieben Weltwundern der Antike. Zunächst nutzten Leuchttürme Feuer und später Öllampen als Lichtquelle. Ab etwa 1875 hielten elektrische Lampen Einzug. Das Fresnel-Linsensystem erlaubte es zudem, das Licht über weite Distanzen zu bündeln und rotieren zu lassen – eine revolutionäre Entwicklung für die maritime Navigation.

Leuchttürme heute: Zwischen Technik und Tradition

Moderne Navigationssysteme wie GPS haben die Rolle der Leuchttürme als alleinige Orientierungshilfe verändert. Dennoch bleiben sie unverzichtbar – besonders als Rückfallebene, wenn technische Systeme versagen. Viele Leuchttürme laufen heute vollautomatisch. Den klassischen Beruf des Leuchtturmwärters gibt es kaum noch. Stattdessen sind Leuchttürme zu begehrten Kulturdenkmälern und touristischen Highlights geworden.

Leuchttürme in Deutschland

Deutschland besitzt an der Nord- und Ostseeküste eine Reihe bekannter Leuchttürme. Dazu zählen etwa der Leuchtturm Roter Sand vor der Weser-Mündung – der älteste Offshore-Leuchtturm Deutschlands – oder der markante Leuchtturm List auf Sylt. Ergänzend setzte die Deutsche Wasser- und Schifffahrtsverwaltung über Jahrzehnte sogenannte Feuerschiffe ein. Diese schwimmenden Leuchttürme dienten dort, wo ein fester Turm geografisch nicht möglich war.

So kannst du den Tag des Leuchtturms feiern

Der Aktionstag bietet eine wunderbare Gelegenheit, maritime Geschichte hautnah zu erleben. Viele Leuchtturmanlagen öffnen an diesem Tag ihre Tore für Besucher. Folgendes lohnt sich besonders:

  • Einen Leuchtturm besuchen: Zahlreiche Leuchttürme an Nord- und Ostsee bieten Führungen und Aussichtsplattformen.
  • Mehr über Seefahrt lernen: Maritime Museen in Bremerhaven, Hamburg oder Flensburg widmen sich der Geschichte der Küstenschifffahrt.
  • Leuchttürme fotografieren: Kein anderes Bauwerk verbindet Funktion und Ästhetik so eindrucksvoll wie ein Leuchtturm im Abendlicht.
  • Den Erhalt unterstützen: Viele historische Leuchttürme sind auf private Förderung angewiesen – ein Beitrag an Denkmalschutzorganisationen hilft, sie zu bewahren.
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