25. Mai – Tag des Handtuchs

Am 25. Mai feiern Science-Fiction-Fans weltweit den Towel Day. Der Aktionstag erinnert an den britischen Autor Douglas Adams. Mit seiner Romanreihe Per Anhalter durch die Galaxis schrieb er Literaturgeschichte. Das Handtuch ist dabei mehr als ein Alltagsgegenstand. Es steht als Symbol für Witz, Fantasie und die Liebe zu einem der originellsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.

Was ist der Towel Day?

Douglas Adams starb am 11. Mai 2001 überraschend an einem Herzinfarkt. Er wurde nur 49 Jahre alt. Bereits zwei Wochen nach seinem Tod rief der Autor D. Clute in einem Online-Forum dazu auf, am 25. Mai ein Handtuch öffentlich zu tragen. Damit wollten Fans ihre Verbundenheit mit Adams und seinem Werk zeigen. Die Resonanz war überwältigend. Tausende Menschen weltweit beteiligten sich. Seitdem ist der 25. Mai fest im Kalender der Science-Fiction-Gemeinde verankert.

Warum ausgerechnet ein Handtuch?

Die Antwort steckt direkt in Adams‘ bekanntestem Roman. In Per Anhalter durch die Galaxis beschreibt er ein Handtuch als das nützlichste Ding im Universum. Ein interstellarer Tramper braucht es nämlich für fast alles: als Decke in kalten Nächten, als Sonnenschutz in der Wüste oder einfach als Sichtschutz vor den Vogonen. Adams begründete damit augenzwinkernd eine ganze Philosophie der Vorbereitung. Wer sein Handtuch stets dabei hat, gilt in seinem Universum als „hoopy frood“ – also jemand, der wirklich weiß, wo sein Handtuch ist.

Douglas Adams – Wer war er?

Douglas Noël Adams kam am 11. März 1952 in Cambridge zur Welt. Er studierte dort englische Literatur und arbeitete zunächst als Autor und Script-Editor für die BBC. Im Jahr 1978 feierte er mit dem Radiohörspiel The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy seinen Durchbruch. Ein Jahr später erschien der gleichnamige Roman. Darauf folgten vier weitere Bände. Adams haderte nach eigener Aussage stets mit dem Schreiben und liebte Deadlines, „weil das Geräusch, das sie beim Vorbeizischen machen, so schön ist.“ Zudem war er ein leidenschaftlicher Naturschützer. Gemeinsam mit Mark Carwardine schrieb er das Buch Last Chance to See über bedrohte Tierarten. Sein Humor und seine Intelligenz machen ihn bis heute zu einem der beliebtesten britischen Schriftsteller.

Wie wird der Towel Day gefeiert?

Die Feierlichkeiten sind so vielfältig wie die Fangemeinde selbst. Außerdem braucht man dafür keine große Vorbereitung. Wer mitmachen möchte, kann zum Beispiel:

  • Den ganzen Tag ein Handtuch offen sichtbar mit sich tragen – ob auf der Arbeit, an der Universität oder beim Einkaufen
  • Fotos mit dem Handtuch unter dem Hashtag #TowelDay in den sozialen Medien teilen
  • Ein Buch von Douglas Adams lesen oder verschenken
  • Die Romanverfilmung von 2005 anschauen oder das originale BBC-Radiohörspiel anhören
  • An lokalen Lesungen, Fan-Treffen oder Online-Events teilnehmen

Die Zahl 42 – und was sie bedeutet

Wer sich mit dem Towel Day beschäftigt, stößt unweigerlich auf die Zahl 42. In Adams‘ Roman berechnet der Supercomputer Deep Thought sie über sieben Millionen Jahre. Das Ergebnis lautet: 42 – die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und allem. Das Problem dabei ist jedoch, dass niemand mehr weiß, wie die eigentliche Frage lautete. Diese absurde Pointe wurde zu einem der bekanntesten popkulturellen Witze. Deshalb findet man die Zahl 42 heute in Mathematik, Informatik und Alltagskultur wieder. Sogar Google liefert auf die Suchanfrage „what is the answer to life the universe and everything“ prompt die Zahl 42.

Towel Day weltweit

Inzwischen nimmt die Zahl der Teilnehmenden jährlich zu. Buchhandlungen in Berlin und London, Universitäten in Sydney und Tokio sowie Science-Fiction-Clubs weltweit beteiligen sich. Offizielle Veranstaltungen listet die Website towelday.org. Auch in Deutschland organisieren Bibliotheken und Fan-Communities Lesungen oder Quizabende rund um Adams‘ Werk. Der Towel Day ist daher nicht nur ein nostalgischer Gedenktag. Er ist außerdem ein lebendiges Fest der Lesekultur und der Science-Fiction.

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