24. Mai – Tag der Parks

Am 24. Mai steht ganz Europa im Zeichen seiner Schutzgebiete. Der Europäische Tag der Parks erinnert daran, dass Parks und Schutzgebiete weit mehr sind als grüne Flecken auf der Landkarte. Denn sie bilden das Rückgrat unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Ins Leben gerufen wurde der Aktionstag 1999 von EUROPARC Federation, dem europäischen Dachverband für Schutzgebiete. Das Datum ist dabei kein Zufall: Am 24. Mai 1909 wurden in Schweden die ersten Nationalparks Europas gegründet.

Geschichte und Hintergrund

Die Idee, Nationalparks zu schaffen, kam ursprünglich aus den USA – der Yellowstone-Nationalpark gilt seit 1872 als der erste der Welt. Europa folgte 1909 mit der Gründung von neun schwedischen Nationalparks, darunter Sarek und Abisko. Dieser historische Meilenstein bildet bis heute das Datum des Europäischen Tags der Parks. EUROPARC Federation vertritt heute über 400 Schutzgebiete in mehr als 30 europäischen Ländern und koordiniert Aktionen, Veranstaltungen und Bildungsprogramme rund um den Aktionstag.

In Deutschland gibt es derzeit 16 Nationalparks, die zusammen rund 1,1 Millionen Hektar Fläche umfassen – von der Nordseeküste (Wattenmeer) über die Mittelgebirge (Harz, Eifel, Bayerischer Wald) bis zu den Alpen (Berchtesgaden). Hinzu kommen über 100 Naturparks und 17 Biosphärenreservate, die als UNESCO-Schutzgebiete anerkannt sind.

Warum Parks und Schutzgebiete so wichtig sind

Parks und Schutzgebiete leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Mensch und Natur. Ihre Aufgaben gehen weit über den reinen Artenschutz hinaus:

  • Biodiversität sichern: In europäischen Schutzgebieten leben Tausende von Tier- und Pflanzenarten, darunter viele vom Aussterben bedrohte Spezies wie Wolf, Luchs, Seeadler und Wildkatze.
  • Klimaschutz: Intakte Wälder, Moore und Feuchtgebiete in Schutzgebieten binden enorme Mengen CO₂ und puffern die Folgen des Klimawandels ab.
  • Trinkwasser und saubere Luft: Naturnahe Ökosysteme filtern Wasser und produzieren Sauerstoff – eine Ökosystemleistung, die sich in Billionenwerten ausdrücken lässt.
  • Erholung und Gesundheit: Zahlreiche Studien belegen, dass regelmäßige Aufenthalte in der Natur Stress reduzieren, die mentale Gesundheit stärken und das Immunsystem fördern.
  • Wirtschaftsfaktor Naturtourismus: Nationalparks und Naturparks sind wichtige Tourismusmagneten. Allein der Bayerische Wald zählt jährlich über eine Million Besucherinnen und Besucher.

Was am Tag der Parks passiert

Rund um den 24. Mai organisieren Nationalparkverwaltungen, Naturschutzverbände und Umweltorganisationen in ganz Europa zahlreiche Aktionen. Dazu gehören geführte Wanderungen und Ranger-Touren, Informationsveranstaltungen für Schulklassen, Fotowettbewerbe rund um das Thema Natur und Artenvielfalt sowie Sonderausstellungen und Aktionstage in Besucherzentren. Das Motto wechselt von Jahr zu Jahr und setzt dabei einen thematischen Schwerpunkt – etwa auf den Schutz von Flusslandschaften, die Bedeutung wilder Wälder oder den Zusammenhang von Biodiversität und Klimawandel.

So kannst du den Tag der Parks feiern

Du musst nicht weit reisen, um den Europäischen Tag der Parks zu begehen. In Deutschland gibt es in fast jeder Region einen Natur- oder Nationalpark, der am 24. Mai besondere Programmpunkte anbietet. Ein paar Ideen:

  • Besuche einen Nationalpark oder Naturpark in deiner Nähe und nimm an einer geführten Tour teil.
  • Informiere dich auf der Website von EUROPARC Deutschland über aktuelle Veranstaltungen zum Aktionstag.
  • Engagiere dich ehrenamtlich in einem Schutzgebiet – viele Parks suchen regelmäßig freiwillige Helfer für Biotoppflegemaßnahmen.
  • Teile Fotos aus der Natur in sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #EuropeanDayOfParks, um das Bewusstsein für Schutzgebiete zu stärken.
  • Unterstütze Naturschutzorganisationen wie NABU, WWF Deutschland oder den Bund Naturschutz durch Mitgliedschaft oder Spende.

Europas Naturerbe schützen – heute und morgen

Der Europäische Tag der Parks ist mehr als ein symbolisches Datum. Er ist ein jährlicher Appell: an Politik, Gesellschaft und jeden Einzelnen, Schutzgebiete nicht als selbstverständlich hinzunehmen, sondern aktiv zu ihrer Erhaltung beizutragen. In einer Zeit, in der Artensterben und Klimakrise globale Herausforderungen darstellen, sind intakte Parks und Naturräume keine Luxus – sie sind eine Notwendigkeit. Der 24. Mai ist der perfekte Anlass, das eigene Verhältnis zur Natur zu überdenken und einen ersten Schritt in Richtung mehr Engagement zu gehen.

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