18. Mai – Museumstag

Der Internationale Museumstag wird jährlich am 18. Mai begangen und ist einer der kulturell bedeutendsten Aktionstage weltweit. Initiiert wurde er 1977 vom Internationalen Museumsrat (ICOM) – einer der ältesten und einflussreichsten Kulturorganisationen der Welt. Seitdem wächst die Beteiligung kontinuierlich: Heute nehmen in über 150 Ländern tausende Museen aktiv teil.

Was ist der Internationale Museumstag?

Der Internationale Museumstag steht jedes Jahr unter einem neuen Jahresmotto, das ICOM vorgibt. Es lenkt den Fokus auf aktuelle gesellschaftliche Fragen – etwa Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder Inklusion. Museen nehmen dieses Motto als Anlass für Sonderausstellungen, Führungen, Workshops und kostenlose Eintrittsangebote. In Deutschland koordiniert der Deutsche Museumsbund die nationalen Aktivitäten und stellt teilnehmenden Museen Werbematerialien bereit.

Geschichte und Hintergrund

Die Idee hinter dem Aktionstag ist so einfach wie wirkungsvoll: Museen sollen als offene Orte für alle sichtbar gemacht werden – nicht als verstaubte Archive, sondern als lebendige Zentren für Bildung, Begegnung und gesellschaftliche Diskussion. ICOM vertritt heute über 55.000 Museumsfachleute in mehr als 140 Ländern und setzt sich international für ethische Standards, Kulturgüterschutz und den freien Zugang zu Wissen ein.

Museen in Zahlen

Die Dimension des internationalen Museumswesens ist beeindruckend:

  • Weltweit gibt es schätzungsweise über 100.000 Museen.
  • In Deutschland zählt der Deutsche Museumsbund rund 6.800 Museen – von kleinen Heimatmuseen bis hin zu weltbekannten Einrichtungen wie dem Deutschen Museum in München oder dem Pergamonmuseum in Berlin.
  • Allein in Deutschland verzeichnen Museen jährlich über 100 Millionen Besuche.
  • Am Internationalen Museumstag verzeichnen viele Häuser ihre höchsten Besucherzahlen des gesamten Jahres.

Warum sind Museen so wichtig?

Museen sind weit mehr als Sammlungen von Objekten. Sie sind Gedächtnis der Gesellschaft und schaffen Räume, in denen Geschichte greifbar wird – sei es ein 65 Millionen Jahre altes Dinosaurierskelett, ein mittelalterliches Gemälde oder ein Zeitzeugnis aus dem 20. Jahrhundert. Gleichzeitig blicken moderne Museen nach vorn: Interaktive Ausstellungen, digitale Erlebnisse und partizipative Formate machen den Museumsbesuch heute für alle Altersgruppen attraktiv.

So kannst du den Museumstag erleben

Ob Kunstmuseum, Naturkundemuseum, Technikmuseum oder Stadtmuseum – am 18. Mai lohnt sich ein Besuch besonders. Viele Museen bieten an diesem Tag:

  • Kostenlosen oder ermäßigten Eintritt
  • Öffentliche Führungen und Kuratorenrundgänge
  • Workshops für Kinder und Familien
  • Sonderveranstaltungen und Abendöffnungen

Eine Übersicht aller teilnehmenden Museen in Deutschland findest du jedes Jahr auf der offiziellen Website des Deutschen Museumsbundes. Wer kein Museum in seiner Nähe hat, kann viele Häuser auch virtuell besuchen – zahlreiche Museen bieten 360°-Rundgänge oder digitale Ausstellungen an.

Internationaler Museumstag und ICOM

ICOM – der International Council of Museums – ist eine Nichtregierungsorganisation, die in formeller Beziehung zur UNESCO steht. Die Organisation definiert ethische Richtlinien für den Umgang mit Kulturgütern und setzt sich gegen den illegalen Handel mit Kunstobjekten ein. Der Internationale Museumstag ist das bekannteste öffentliche Aushängeschild dieser weltweiten Gemeinschaft von Museumsfachleuten.

Fazit: Ein Tag für Neugier und Kultur

Der Internationale Museumstag am 18. Mai lädt dazu ein, Museen neu zu entdecken – als Orte der Inspiration, des Staunens und des Lernens. Ob zum ersten Mal oder als regelmäßiger Besucher: Der Aktionstag ist eine perfekte Gelegenheit, die kulturellen Schätze vor der eigenen Haustür zu erkunden.

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