11. Juni – Tag der Pizza Margherita

Der Tag der Pizza Margherita am 11. Juni feiert eine der ikonischsten Pizzen der Welt. Drei Farben, drei Zutaten, eine Legende – die Pizza Margherita ist weit mehr als ein einfaches Gericht. Sie ist ein Stück Kulturgeschichte.

Die Legende hinter der Pizza Margherita

Die Geschichte der Pizza Margherita beginnt im Jahr 1889 in Neapel. Königin Margherita von Savoyen besuchte damals die Stadt zusammen mit König Umberto I. Der Pizzaiolo Raffaele Esposito bereitete für die Royals drei verschiedene Pizzen zu. Die Königin wählte jene mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum – den Farben der italienischen Trikolore. Esposito benannte die Pizza daraufhin zu Ehren der Königin.

Historiker diskutieren diese Überlieferung bis heute. Dennoch ist sie fest in der kulinarischen Identität Italiens verankert. Keine andere Pizza verkörpert das Land so stark wie die Margherita.

Zutaten der Pizza Margherita – Qualität entscheidet

Die Pizza Margherita lebt von ihrer Schlichtheit. Genau deshalb muss jede Zutat stimmen. Schlechte Qualität lässt sich hier nicht verstecken.

  • Teig: Dünner, luftiger Boden aus Tipo-00-Mehl, Wasser, Meersalz und Hefe – kalt geführt über mindestens 24 Stunden
  • Tomatensauce: San-Marzano-Tomaten aus Kampanien gelten als das Original – süßlich, aromatisch, wenig säurebetont
  • Mozzarella: Fior di Latte oder Mozzarella di Bufala Campana – frisch, cremig und gut abgetropft
  • Basilikum: Frische Blätter, erst nach dem Backen aufgelegt, damit das Aroma erhalten bleibt
  • Olivenöl: Kaltgepresstes Olivenöl extra vergine rundet den Geschmack ab

Zudem trägt die Pizza Margherita seit 2009 eine EU-Garantie. Sie ist als „Specialità Tradizionale Garantita“ (STG) geschützt. Nur Pizzen nach dem traditionellen neapolitanischen Rezept dürfen diesen Namen tragen.

Pizza Margherita selbst backen – Tipps für zu Hause

Echte neapolitanische Pizza braucht extreme Hitze. Professionelle Holzöfen erreichen bis zu 485 °C. Dabei ist die Pizza in 60 bis 90 Sekunden fertig. Zu Hause klappt es dennoch mit diesen einfachen Tricks:

  • Backofen auf höchster Stufe vorheizen – mindestens 250 °C, besser 280 °C mit Ober-/Unterhitze
  • Einen Pizzastein oder ein umgedrehtes Backblech verwenden – für gleichmäßige Hitze von unten
  • Den Teig mindestens 8 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank gehen lassen
  • Tomatensauce sparsam auftragen – weniger ist mehr
  • Mozzarella gut abtropfen lassen, damit die Pizza nicht wässrig wird

Wer diese Punkte beachtet, kommt dem Original sehr nah. Der Unterschied liegt fast immer im Detail.

Ein Kulturerbe mit UNESCO-Siegel

Die Neapolitanische Pizzakunst gehört seit Dezember 2017 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Daher steht die Pizza Margherita heute nicht nur für Genuss, sondern auch für handwerkliche Tradition. Der Titel würdigt die Pizzaioli – die Pizzabäcker Neapels – und ihre jahrhundertealte Technik. Nämlich das Formen des Teigs mit den bloßen Händen, das Backen im Holzofen und das Weitergeben des Wissens von Generation zu Generation.

So feierst du den Tag der Pizza Margherita

Den Tag der Pizza Margherita begeht man am besten mit echter Pizza. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mitzumachen:

  • Selbst backen: Mit hochwertigen Zutaten und dem richtigen Rezept gelingt auch zu Hause eine tolle Margherita
  • Pizzeria besuchen: Eine authentische italienische Pizzeria aufsuchen und eine klassische Margherita bestellen
  • Pizza-Abend veranstalten: Freunde einladen und gemeinsam verschiedene Varianten ausprobieren
  • Geschichte entdecken: Mehr über die Herkunft der Neapolitanischen Pizzakunst und ihre UNESCO-Anerkennung lernen

Außerdem lohnt es sich, an diesem Tag bewusst auf die Zutaten zu achten. Denn die Pizza Margherita zeigt: Qualität schlägt Quantität – immer.

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