5. September – Kopfschmerztag

Kopfschmerztag – dieser bundesweite Aktionstag findet jedes Jahr am 5. September statt. In Deutschland geht er auf das Jahr 1999 zurück. Damals starteten der Bundesverband Deutsche Schmerzhilfe e. V. gemeinsam mit der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) und der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) die Initiative. Ziel war es, die Öffentlichkeit für eines der häufigsten Gesundheitsprobleme zu sensibilisieren. Heute beteiligen sich Ärzte, Schmerzforscher, Selbsthilfegruppen und Organisationen wie die MigräneLiga e. V. daran. Denn Kopfschmerzen betreffen Millionen Menschen – und verdienen mehr Aufmerksamkeit.

Was ist der Kopfschmerztag?

Der Kopfschmerztag am 5. September dient der öffentlichen Aufklärung rund um Kopfschmerzen. Er richtet sich an Betroffene, Angehörige und medizinisches Fachpersonal. Zudem koordiniert die World Headache Alliance (WHA) internationale Aktionen in ihren Mitgliedsländern. Ein weiterer wichtiger Termin folgt kurz darauf: Der Europäische Kopfschmerztag findet jährlich am 12. September statt. Beide Tage verfolgen dasselbe Ziel – mehr Bewusstsein für Kopfschmerzerkrankungen zu schaffen.

Kopfschmerzen – eine unterschätzte Volkskrankheit

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden weltweit. Laut der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) leiden fast 40 Prozent der Bevölkerung an Migräne oder Spannungskopfschmerzen. Dazu kommt: Schätzungsweise 2 bis 3 Prozent der Weltbevölkerung leiden an chronischen Kopfschmerzen. Das bedeutet mehr als 15 Schmerztage pro Monat. Dabei belasten Kopfschmerzen nicht nur den Körper. Sie wirken sich oft auf Beruf, Privatleben und psychische Gesundheit aus. Deshalb betont die DMKG: Kopfschmerz ist eine ernstzunehmende Erkrankung – kein Lifestyle-Problem.

Die häufigsten Kopfschmerzarten im Überblick

Die International Headache Society (IHS) klassifiziert in ihrer Internationalen Klassifikation der Kopfschmerzerkrankungen über 200 verschiedene Kopfschmerzarten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen. Primäre Kopfschmerzen sind eigenständige Erkrankungen. Sekundäre Kopfschmerzen entstehen als Folge anderer Erkrankungen oder Verletzungen.

  • Spannungskopfschmerz: Die häufigste Form überhaupt. Er äußert sich als dumpfer, beidseitiger Druck. Stress und Verspannungen gelten als typische Auslöser.
  • Migräne: Migräne verursacht einseitige, pulsierende Schmerzen. Übelkeit sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit kommen häufig hinzu.
  • Clusterkopfschmerz: Clusterkopfschmerzen gelten als besonders intensiv und treten anfallsartig auf. Die Attacken dauern meist 15 bis 180 Minuten.
  • Medikamentenübergebrauchskopfschmerz: Wer zu oft Schmerzmittel einnimmt, riskiert diese Form. Ab mehr als 9 Einnahmetagen pro Monat liegt ein schädlicher Übergebrauch vor.

Häufige Auslöser und Risikofaktoren

Kopfschmerzen entstehen selten ohne Ursache. Häufige Auslöser sind Stress, Schlafmangel, Flüssigkeitsmangel und hormonelle Schwankungen. Dazu können bestimmte Nahrungsmittel wie Alkohol oder gereifter Käse eine Rolle spielen. Auch Wetterveränderungen beeinflussen bei empfindlichen Menschen die Schmerzintensität. Wer seine persönlichen Trigger kennt, kann gezielter vorbeugen – daher lohnt ein Kopfschmerztagebuch.

Was tun am Kopfschmerztag?

Kopfschmerztag – das ist kein Tag der Resignation, sondern ein Anlass zum Handeln. Informationsveranstaltungen, Workshops und Aufklärungsaktionen finden deutschlandweit statt. Wer selbst betroffen ist, sollte ein Kopfschmerztagebuch führen. Darin notiert man Häufigkeit, Intensität und mögliche Auslöser. Diese Aufzeichnungen helfen dem Arzt bei der Diagnose und der Therapieplanung. Darüber hinaus lohnt es sich, Selbsthilfegruppen wie die MigräneLiga e. V. oder die DMKG zu kontaktieren.

Prävention und Behandlung von Kopfschmerzen

Vorbeugung ist bei Kopfschmerzen entscheidend. Regelmäßiger Schlaf, ausreichend Wasser und Bewegung im Alltag helfen vielen Betroffenen. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder Yoga können die Häufigkeit von Attacken senken. Bei häufigen oder starken Kopfschmerzen sollte man frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Denn eine frühe Diagnose verhindert oft die Chronifizierung. Hausärzte spielen dabei eine Schlüsselrolle – sie sind meist der erste Ansprechpartner für Kopfschmerzpatienten.

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