4. September – Welttag der sexuellen Gesundheit

Welttag der sexuellen Gesundheit – dieser Aktionstag findet jedes Jahr am 4. September statt. Die World Association for Sexual Health (WAS) rief ihn 2010 ins Leben. Ziel ist es, weltweit das Bewusstsein für sexuelle Gesundheit als Teil der menschlichen Gesamtgesundheit zu stärken. Dabei geht es nicht nur um körperliche Aspekte, sondern auch um emotionale, geistige und soziale Dimensionen.

Was bedeutet sexuelle Gesundheit?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert sexuelle Gesundheit als einen Zustand körperlichen, emotionalen, geistigen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf Sexualität. Demnach ist sexuelle Gesundheit weit mehr als die bloße Abwesenheit von Krankheit. Sie umfasst einen positiven und respektvollen Umgang mit Sexualität und sexuellen Beziehungen. Zudem schließt sie die Möglichkeit ein, lustvolle und sichere sexuelle Erfahrungen zu machen – frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt.

Sexuelle Gesundheit hängt deshalb unmittelbar mit sexuellen Rechten zusammen. Ohne den Schutz dieser Rechte ist echte sexuelle Gesundheit kaum erreichbar.

Geschichte des Welttags der sexuellen Gesundheit

Die WAS wurde 1978 in Rom gegründet. Sie ist die weltweit führende Organisation auf dem Gebiet der Sexualwissenschaft. Im Jahr 2010 rief sie den Aktionstag am 4. September unter dem Motto „Let’s talk about it!“ aus – zu Deutsch: Lass uns darüber reden. Damit wollte die WAS Tabus rund um Sexualität aufbrechen und offene Gespräche fördern. Seitdem findet der Aktionstag jedes Jahr am 4. September statt. Der gesamte September gilt außerdem als Sexual Health Awareness Month.

Jahresthemen und aktuelle Schwerpunkte

Welttag der sexuellen Gesundheit – jedes Jahr steht er unter einem neuen Thema. Diese Themen spiegeln aktuelle gesellschaftliche Debatten wider. Frühere Schwerpunkte waren etwa Einwilligung (Consent) oder die sexuelle Gesundheit junger Menschen. Im Jahr 2025 lautet das Motto: „Sexual Justice: What Can We Do?“ – also sexuelle Gerechtigkeit. Dabei geht es um den gleichberechtigten Zugang zu Informationen und Gesundheitsversorgung. Besonders im Fokus stehen LGBTQ+-Jugendliche sowie reproduktive Rechte.

Warum ist dieser Aktionstag so wichtig?

Sexualität ist in vielen Gesellschaften noch immer ein Tabuthema. Daher fällt es vielen Menschen schwer, offen über sexuelle Gesundheit zu sprechen oder Hilfe zu suchen. Genau hier setzt der Aktionstag an. Er schafft Raum für Aufklärung, Dialog und Entstigmatisierung. Zudem erinnert er daran, dass sexuelle Gesundheit kein Privileg, sondern ein Menschenrecht ist.

Weltweit beteiligen sich Schulen, Krankenhäuser, Universitäten und Organisationen am 4. September. Sie veranstalten Konferenzen, Ausstellungen und Workshops. Inzwischen nehmen mehr als 60 Länder aktiv teil.

So kannst du den Welttag der sexuellen Gesundheit unterstützen

Du musst kein Experte sein, um mitzumachen. Schon kleine Schritte machen einen Unterschied:

  • Informiere dich über sexuelle Gesundheit und teile verlässliche Quellen in deinem Umfeld.
  • Unterstütze Organisationen, die sich für sexuelle Rechte und Aufklärung einsetzen.
  • Sprich offen über das Thema – in der Familie, unter Freunden oder in sozialen Netzwerken.
  • Nutze den Tag, um dich über Verhütung, sexuell übertragbare Infektionen (STIs) oder sexuelle Rechte zu informieren.

Denn sexuelle Gesundheit betrifft uns alle – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft.

Nach oben scrollen