10. Juli – Tag der Piña Colada

Der Tag der Piña Colada zelebriert einen der bekanntesten Cocktails der Welt – und das jedes Jahr am 10. Juli. Kaum ein Drink steht so sehr für Sommer, Strand und karibisches Lebensgefühl wie diese cremige Mischung aus Rum, Kokosnusscreme und Ananassaft. Wer an diesem Tag sein Glas hebt, feiert nicht nur einen Cocktail – sondern ein Stück Kulturgeschichte.

Was ist der Tag der Piña Colada?

Der Tag der Piña Colada ist ein inoffizieller Aktionstag mit Ursprung in den USA. Dort läuft er unter dem Namen „National Piña Colada Day“. Verschiedene Quellen verorten seinen Anfang bei US-amerikanischen Barkeepern der späten 1950er-Jahre. Wer den Aktionstag genau ins Leben gerufen hat, lässt sich heute nicht mehr eindeutig nachvollziehen. Der Zeitpunkt ist jedoch gut gewählt: Der 10. Juli fällt mitten in den Hochsommer – die ideale Zeit für einen eiskalten Tropical Drink.

Die Geschichte der Piña Colada

Der Name Piña Colada stammt aus dem Spanischen. Übersetzt bedeutet er so viel wie „durchgesiebte Ananas“ – piña steht für Ananas, colar für durchsieben. Bereits in den 1920er-Jahren tauchte der Begriff in US-amerikanischen Zeitschriften auf. Damals enthielt das Getränk noch keine Kokosnuss und ähnelte eher einem Daiquiri mit Ananassaft.

Die moderne Piña Colada, wie wir sie heute kennen, hat ihre Wurzeln in Puerto Rico. Über ihren genauen Ursprung streiten sich bis heute zwei Bars:

  • Caribe Hilton Hotel, San Juan (1954): Barkeeper Ramón „Monchito“ Marrero soll den Cocktail dort erstmals gemixt haben. Das Hotel datiert die Erfindung auf den 15. August 1954.
  • Bar La Barrachina, San Juan (1963): Barkeeper Don Ramon Portas Mingot beansprucht die Erfindung ebenfalls für sich. Eine Gedenktafel am Gebäude erinnert bis heute daran.

Fest steht: Rum, Kokosnuss und Ananas kombinierte man in der Karibik schon lange vor den 1950er-Jahren. Piraten und Seeleute tranken ähnliche Mischungen bereits im 19. Jahrhundert. Der Begriff Piña Colada selbst tauchte übrigens erstmals in den 1920er-Jahren in US-Zeitschriften auf.

Der internationale Durchbruch kam schnell. Am 17. Juli 1978 erklärte Gouverneur Rafael Hernández Colón die Piña Colada offiziell zum Nationalgetränk Puerto Ricos. Damit wollte die Insel klarstellen, wem die Welt diesen Cocktail zu verdanken hat.

Auch in Deutschland hinterließ die Piña Colada ihre Spuren. Charles Schumann – die lebende Barlegende aus München – kreierte 1979 den „Swimming Pool“, eine Colada-Variation, die er in seiner Schumann’s Bar servierte. Seine Barbücher trugen dazu bei, die Colada-Familie in Deutschland bekannt zu machen.

Das klassische Piña-Colada-Rezept

Das Standardrezept der International Bartenders Association (IBA) ist einfach und bewährt. Für eine klassische Piña Colada brauchst du:

  • 3 cl weißer Rum
  • 9 cl Ananassaft
  • 3 cl Kokosmilch oder Kokosnusscreme

Alle Zutaten zusammen mit Eis in einen Mixer geben und kurz pürieren. Dann in ein hohes Glas oder ein Hurricane-Glas füllen. Eine frische Ananasscheibe und eine Cocktailkirsche runden den Drink optisch perfekt ab.

Tipp: Frischer Ananassaft macht den Unterschied. Wer ihn selbst presst, bekommt eine deutlich aromatischere Piña Colada als mit dem Saft aus der Dose.

Piña Colada ohne Alkohol: Die Virgin Colada

Nicht jeder möchte Alkohol trinken – und das ist kein Problem. Die alkoholfreie Variante der Piña Colada trägt den Namen Virgin Colada, Baby Colada oder Piñita Colada. Der Rum entfällt einfach. Der Geschmack bleibt trotzdem fruchtig-cremig und erfrischend. Damit eignet sich der Drink auch für Kinder oder alle, die nüchtern durch den Sommer kommen möchten.

Wie feiert man den Tag der Piña Colada?

Den Tag der Piña Colada feiert man am besten mit einem Glas in der Hand. Hier sind einige Ideen für den 10. Juli:

  • Eine klassische Piña Colada nach IBA-Rezept selbst mixen.
  • Neue Varianten ausprobieren – zum Beispiel mit Mango, Passionsfrucht oder einem aromatischen Aged Rum.
  • Freunde einladen und gemeinsam das karibische Lebensgefühl nach Hause holen.
  • Die Geschichte des Drinks kennenlernen und beim nächsten Barbesuch damit glänzen.

Kein Strand in der Nähe? Kein Problem. Eine gute Piña Colada holt das Karibik-Feeling direkt ins Wohnzimmer.

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